Patchwork - Die Bedeutung

 

Patchwork & Quilts

Die Geschichte des Patchworks lässt sich ca. 3000 Jahre bis nach Ägypten zurückverfolgen. Bereits 900 Jahre vor Christi wurden in der Zeit vom Ramses III. Patchworkarbeiten in Wandmalereien dargestellt. Die Muster und Farben auf Zelten, Decken und Kleidung hatten hohen symbolischen Wert. Bei Ausgrabungen fand Überreste von Kleidung, die an bekannte Patchworkblöcke erinnern. Wahrscheinlich wurde die Technik durch Händler nach Asien gebracht, von wo sie im frühen Mittelalter von Kreuzfahrern weiter nach Europa getragen wurden. Die Füllung von Kleidung und Decken bestand damals aus Wolle, Stroh, Federn und Blättern und diente überwiegend dem Schutz vor Kälte.
Als im 18. Jahrhundert die Auswandererwelle nach Übersee begann, nahmen die Menschen ihr Wissen um diese Technik mit. Die Aussiedlerfrauen flickten Stoffreste von Kleidungsstücken zu warmen Decken zusammen und entwickelten dabei viele Muster, die heute noch gebräuchlich sind: Log Cabin, Jacob´s Ladder, Jankee Puzzle, Rail Fence usw. Die Muster wurden von Generation zu Generation weitergegeben.
Bei den sogenannten Quilting Parties und Quilting Bees trafen sich die Frauen, um gemeinsam zu quilten, Informationen auszutauschen und Tipps und Tricks an ihre Mitquilterinnen weiterzugeben.
Die Bezeichnung "Patchwork" umfasst alle Techniken, um die unterschiedlichsten Stoffteile zu regelmäßigen und freien Mustern zusammenzunähen. Das fertige "Top" bezeichnet die fertig zusammengenähte Oberseite des Quilts. Dieses Top wird mit einer Vlieseinlage und einem Rückenseitenstoff entweder mit Sicherheitsnadeln zusammengesteckt oder mit großen Heftstichen zum sogenannten "Quiltsandwich" zusammengeheftet. Das Quiltsandwich muss nun von Hand oder mit der Maschine gequiltet werden, damit sich die 3 Schichten nicht mehr verschieben können. Die Quiltmuster können freihand oder mit Hilfe von speziellen Schablonen gequiltet werden. Abschließend wird der Quilt mit einer Einfassung aus einem langen Stoffstreifen fertiggestellt.

(Quelle: Patchwork Magazin)

 

Edle Stoffe, schön und teuer,
verleiten uns zum Abenteuer.
Sobald es in den Fingern kribbelt,
wird der Stoff total zerschnippelt
in viele unbrauchbare Fetzen,
welche uns jedoch ergötzen,
weil im Geist uns schon gegenwärtig,
wie das Werk ist, wenn es fertig.
Nun wird gelegt, gedreht, geschoben,
was unten liegt, das kommt nach oben,
das Vordere kommt bald nach hinten,
das Schieben will kein Ende finden.

Sich zu entscheiden, fällt oft schwer,
und manchmal schläft man nachts nicht mehr.
Wochenlang bis abends spät,
wird an dem guten Stück genäht.
Was man zerschnitten, wird ab jetzt
eins ums andere angesetzt.
Man muss leider schon bekennen:
Der Volksmund würd´es Schwachsinn nennen!
Es gibt ein Wort, das weitaus kesser,
„PATCHWORK“ klingt bedeutend besser


Unbekannter Autor